Qualitäts-Sicherung
Warum Qualitätssicherung in der Apotheke?
In kaum einem anderen Berufszweig bzw. bei kaum einem anderen Leistungserbringer im Gesundheitswesen wird die Qualität des Produkts mit einer sorgfältig gesicherten Qualität so eng in Verbindung gebracht wie bei der Apotheke, sind doch mit dem Arzneimittelbegriff Wirksamkeit, Sicherheit und Unbedenklichkeit auf das Engste miteinander verbunden. Auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind im Apothekenwesen derart engmaschig, dass die Notwendigkeit zur Qualitätssicherung zunächst nicht unbedingt einleuchten will.
Den gesetzlichen Rahmen sinnvoll nutzen
Das Sozialgesetzbuch, Fünftes Buch (SGB V) verpflichtet in §§ 137 ff. alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen zur Qualitätssicherung. Für verschiedene Bereiche, so zum Beispiel Krankenhäuser, gibt es konkrete Bestimmungen zu der Umsetzung. Bei den Apotheken besteht dagegen gestalterischer Spielraum.
Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, eine apothekenspezifische Qualitätssicherung umzusetzen, die auf die pharmazeutischen Anforderungen zugeschnitten ist.
Was soll gesichert werden?
Ziel der Qualitätssicherung ist es, die bestehenden Regeln und Gesetze, in denen durchweg Forderungen an ein Endprodukt gestellt werden, zu ergänzen. So soll die Erfüllung der Aufgaben für die individuelle Apotheke auf ihrem individuellen Weg auf hohem Niveau gesichert. Gleichermaßen gilt es jedoch, die Freiräume, wie sie sich aus der heilberuflichen Verantwortung, insbesondere gegenüber dem Patienten, z.B. im Rahmen der Information und Beratung ergeben, sachkompetent zu gestalten. Die individuellen Leistungen werden systematisch erfasst und dokumentiert. So entsteht eine gleichbleibende Qualität auf hohem Niveau
Qualitätssicherung mit System
Der Apotheker und die Apotheke sind zur Qualitätssicherung verpflichtet. Wie er dies macht, bleibt allerdings ihm selbst überlassen. Ein Instrument ist das Qualitätsmanagementsystem, wie es z.B. die Apothekerkammern der Länder anbieten. Wir sehen darin den großen Vorteil, dass dieses System neben der DIN EN ISO 9001 auch und insbesondere die pharmazeutischen Anforderungen berücksichtigt.
Qualitätssicherung im Alltag
Im wesentlichen führt der Weg zur QMS-Apotheke über zwei Stufen, die sich in Qualifizierung und Zertifizierung trennen lassen. Die erste Stufe, die Qualifizierung, beinhaltet sämtliche Schritte, um ein QMS zu installieren, die eigentliche Zertifizierung als zweite Stufe belegt die erbrachte Qualität und deren fortlaufende Sicherung und Verbesserung gegenüber den „Kunden“ und allen Kooperationspartnern der Apotheke im Gesundheitswesen.
Manchmal ist es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch anstrengend, das QMS umzusetzen; aber der Erfolg und das Lob der Kundinnen und Kunden belohnen die Anstrengungen.
